Fragen zur Familienpflege

  • Wer kann eine Haushaltshilfe beantragen?

Jedem gesetzlich Versicherten, der bei Krankheit oder durch einen Krankenhausaufenthalt bzw. Reha-Maßnahme vorübergehend nicht mehr selbst seine Kinder versorgen kann, nicht einkaufen, putzen oder Wäsche waschen kann, steht eine Haushaltshilfe zu. Auch nach einer Entbindung oder bei Schwangerschaftsbeschwerden, kann eine Haushaltshilfe beantragt werden.

  • Wo muss man den Antrag stellen?

Den Antrag stelle ich direkt bei meiner Krankenkasse über die Service Nummer oder es steht im Mitgliedsbereich
ein Onlineantragsformular zur Verfügung.

Techniker Krankenkasse 0800 285 85 85
Barmer 0800 333 1010
Knappschaft 08000 200501
AOK Nordwest 0800 2655000
DAK Gesundheit 0231 5557650
BIG direkt gesund 0800 54565456
IKK classic 0800 455111

Wir arbeiten mit allen Gesetzlichen Krankenkassen zusammen.

  • Was brauche ich dafür?

Für den Antrag bei der Krankenkasse ist eine ärztliche Bescheinigung erforderlich.

  • Wie erhalte ich die Haushaltshilfe?

Wir werden am besten schon vor Antragstellung benachrichtigt, damit die Haushaltshilfe entsprechend den beantragten Stunden eingeplant wird und nach erfolgter Bewilligung sofort starten kann.

  • Muss ich etwas dazuzahlen?

Der Versicherte muss einen Eigenanteil von rund 10 Prozent leisten. Mindestens fallen fünf Euro, höchstens zehn Euro an. Bei Beschwerden in der Schwangerschaft oder direkt nach der Geburt, müssen Sie nichts zuzahlen.

  • Wie bekomme ich eine Haushaltshilfe über die Pflegekasse?

Jeder ab einem Pflegegrad 1 bekommt 125 € im Monat für die Betreuung und Entlastung. Dies gilt auch für Kinder und soll damit die pflegenden Eltern entlasten. Dieser Betrag kann für eine Haushaltshilfe eingesetzt werden. Die Haushaltshilfe wird vom Frauenzentrum direkt mit der Pflegekasse abgerechnet.

Kongress in Essen: Evaluation Familienpflege

Das Frauenzentrum Dortmund war gestern auf dem Fachkongress zur Evaluation der familienpolitischen Leistungen NRW in der Lichtburg Essen vertreten. Dort wurde neben der Familienberatung und Familienbildung auch das wichtige Thema „Familienpflege“ besprochen.

Die Familienpflege ist ein zentrales Thema im Frauenzentrum Dortmund, denn:

  • In unserem Fachseminar „Familienpflege“ bilden wir Familienpflegerinnen und Familienpfleger aus.
  • In unserem Angebot „Familienpflege als Krankenkassenleistung“ unterstützen unsere festangestellten Familienpflegerinnen Eltern, die aufgrund von gesundheitlichen Schwierigkeiten ihren Haushalt zeitweise nicht weiterführen können.
  • In unserem Angebot „Erzieherische Hilfen“ unterstützen unsere festangestellten Familienpflegerinnen Familien in Notsituation oder Familien, die Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu organisieren und gut zu bewältigen.

Aufgrund unserer vielfältigen Erfahrungen und Einsichten zu allen Aspekten, die die Familienpflege betreffen, hat das Frauenzentrum Dortmund auch bei der Evaluation mitgemacht. Eine Fallstudie zum Angebot des Frauenzentrums findet man auf den Seiten 62-67 des Abschlussberichts.

Familienpflege: Kooperation mit FABIDO

Wenn eine Mutter oder ein Vater krank wird und die Kinder im Haushalt versorgt und betreut werden müssen, gibt es das Angebot der Familienpflege.

Damit Eltern in einem solchen Notfall schnell einen Ansprechpartner finden, freuen wir uns über die neu geschlossene Kooperation mit den Familienergänzenden Bildungseinrichtungen für Kinder in Dortmund (FABIDO).

Seit Juli 2021 ist unser Angebot der Familienpflege direkt in den Gruppen der Kindertageseinrichtungen im Dortmunder Stadtgebiet für Eltern und Familien sichtbar. Hier findet man Poster und Flyer mit unseren Leistungen und die Kontaktinformationen des Familienpflege-Bereichs des Frauenzentrums Dortmund. 

Die Kooperation hat zum Ziel, dass Familien wohnortnah und orientiert am speziellen Bedarf im Sozialraum unterstützende Bildungs-, Betreuungs- und Beratungsangebote des Frauenzentrums Dortmund 1980 e.V. erhalten.

Insbesondere soll damit der Zugang zu Leistungen der Krankenkasse für eine Haushaltshilfe bzw. Kinderbetreuung im Krankheitsfall nähergebracht und erleichtert werden.

Auch Schwangere können bei einem schwierigen Schwangerschaftsverlauf oder in den ersten Tagen nach der Entbindung eine Haushaltshilfe in Anspruch nehmen. Mit den speziell ausgebildeten Familienpflegerinnen des Frauenzentrums Dortmund können dabei auch ältere Kinder, die schon im Haushalt sind, professionell betreut werden.

Gerne helfen wir Ihnen auch bei der Antragstellung bei Ihrer Krankenkasse. Sprechen Sie uns an!

https://www.frauenzentrum-dortmund.de/familienpflege/

Familienpflege

Wenn Sie durch Krankheit, während der Schwangerschaft oder nach einer Geburt vorübergehend ausfallen und
dadurch die Versorgung Ihrer Kinder (bis zum 12./14. Lebenjahr) bzw. die Fortführung ihres Haushaltes nicht gewährleistet sind, können Sie bei Ihrer Krankenkasse die Kosten für eine Haushaltshilfe beantragen.

Wir stellen Ihnen Haushaltshilfen zur Verfügung, die sich als qualifizierte Familienpflegerinnen durch ein hohes Maß an Verantwortungsbewußtsein und Einfühlungsvermögen sowie langer Berufserfahrung auszeichnen. Sie werden durch das eigene Fachseminar im Frauenzentrum aus- und kontinuierlich weitergebildet.

Die Familienpflegerin kümmert sich um:

  • Weiterführung der Arbeiten im Haushalt, wie Putzen, Wäsche waschen, Bügeln etc.
  • Einkaufen und Zubereitung von Mahlzeiten
  • Kinder zur Kita/Schule bringen und abholen
  • Hilfe bei den Hausaufgaben und im Homeschooling
  • Freizeitgestaltung mit den Kindern
  • Hilfe bei der Pflege von Wöchnerinnen und Säuglingen

Die Dauer des Einsatzes wird von Ihrer Krankenkasse nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung individuell bewilligt.

Ab dem Pflegegrad 1 können Sie auch im Rahmen der Betreuungs- und Entlastungsleistung eine Haushaltshilfe bei uns erhalten.

Die Abrechnung übernehmen wir direkt mit Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse.